Gerade eben ging das Eastern Conference American Football Spiel New York Jets vs. Pittsburgh Steelers zu Ende - wir haben leider verloren. 24 zu 19. Naja, die Schiris waren gekauft (natürlich nicht von uns) und wir waren ohnehin Underdog. Und es ins Halbfinale zu schaffen ist schon ziemlich gut!
Richtig, ich habe mich hier richtig eingelebt und bin schon etwas amerikanisiert worden. In der Reihenfolge des Titels hier eine kurze Auflistung der letzen zwei Wochen.
Die letzten zwei Wochen habe ich jeden Tag am hiesigen Lehrstuhl verbracht. Den "ganzen Tag" bedeutet nichts anderes als von 9.30 - 17.30 Uhr. Also richtig humane Arbeitszeiten. Die Arbeit dort war ok (Excel-Getüftel) und immerhin wurden meine Ergebnisse in einer Konferenz in Paris diskutiert.
Daneben ist die Arbeit an der Columbia University besonders wegen der anderen Lehrstuhlmitarbeiter interessant. Da gibt es sympathische Franzosen, überaus mitteilungsbedürftige Prahlhanseln, zynische Doktoranden und eben die normalen anderen Mitarbeiter. Die Atmosphäre ist jedenfalls gut und es macht Spaß dort zu sein. Etwas negativ fällt die schlechte Ausstattung unseres Lehrstuhls auf. Ebenso sucht man eine Klimaanlage vergeblich, was zu stark abgestandener Luft führt. Nichtsdestotrotz gingen die zwei Wochen am Lehrstuhl schnell vorbei und ich habe mit einem neuen Fachgebiet zu tun.
Abends ging es dann regelmäßig ins Fitnessstudio. Das ist ziemlich gut ausgestattet, aber leider etwas voll. Kann daran liegen, dass Undergraduate Studenten an der Columbia irgend einem Sport nachgehen müssen. Und vielleicht daran, dass sie neben ihren Studiengebühren keine Gebühr für das Gym zahlen. Wie auch immer, auf jeden Fall gehe ich meist mit einem Deutschen und Amerikanischen Freund "pumpen" - eine schöne Erholung und Abwechslung.
Nachdem die abendliche Unterhaltung auch nicht fehlen durfte, habe ich ein paar Bars und Diskotheken unsicher gemacht. Und pro Abend ein halbes Vermögen ausgegeben. Wenn der Eintritt in eine Disco $30 Dollar und ein Drink $13 Dollar kostet, dann muss sich der Abend schon rentieren. Bisher hat es das auch - ich habe zahlreiche nette Leute kennengelernt und viel Spaß gehabt. Unter anderem war ich mit anderen CDTM Studenten oder mit meinem französischen Sprachpartner (wir treffen uns jede Woche einmal und quatschen auf Deutsch und Französisch) unterwegs.
Fazit: Diskos sind überteuert und die Leute bisher etwas seltsam, Bars sind hingegen der Knaller. Billigere Getränke, eine lockere Atmosphäre, kein Gedrängel oder Geschubse und nette Unterhaltungen sind einfach überzeugende Argumente. Mal sehen was die Zukunft bringt.
Ansonsten ist mein Alltag stark vom New York erkunden geprägt - ich habe hier noch längst nicht alles gesehen. Obwohl es wettertechnisch oft sehr sehr kalt ist (bis zu -15 Grad teilweise und der Wind ist wirklich aufdringlich), so kann man bei strahlend blauem Himmel aber sensationelle Bilder machen.
Hier ein paar Impressionen aus dem Central Park, 5th Avenue oder Chelsea.
Ahoi nach Deutschland!
1 Kommentare:
I like, I like. Bin mal wieder sehr beeindruckt von deiner Schreibflut, auch wenn sie sich diesmal etwas in Grenzen hält. (Mal schauen ob du es durchziehst).
Btw.: Mein Tipp für dich:
http://www.morimotonyc.com/
Kommentar veröffentlichen